Eine kollektive Wiedergewinnung der Werke von Denkern und Aktivisten, die aus der Konstellation der Geselligkeit rund um Ivan Illich hervorgegangen sind. Die Initiative verfolgt einen doppelten Zweck: Sie soll zum Verständnis der aktuellen kritischen Situation sowie zur Analyse und Debatte der bestehenden Optionen auf Grundlage der Beiträge des Kreises um Ivan Illich beitragen und eine vollständige digitale Bibliothek seines Werks als allgemeinen offenen Zugang schaffen. Mehr darüber >
Im Rahmen der Hundertjahrfeier von Ivan Illich schlug dieses Treffen, das in Oaxaca, Mexiko, stattfand, eine intellektuelle und politische Reise vor, die Erinnerung, kritisches Denken und kollektives Handeln miteinander verbindet. Das Acervus-Projekt wurde in Verbindung mit den Büchern “Conviviality and Political Resistance from Below: Ivan Illich's Legacy in Mexico” und “Subversive Hope and Radical Conviviality: The Life and Work of Gustavo Esteva” sowie im Dialog mit dem Prozess der Global Tapestry of Alternatives vorgestellt.
Vom 24. bis 27. September 2025 veranstaltete das Center for Advanced Studies – Southeast Europe (CAS SEE) eine Konferenz auf der Insel Cres, die dem Vermächtnis und dem kritischen Denken von Ivan Illich gewidmet war. Das Acervus-Projekt wurde bei dieser Veranstaltung vorgestellt.
In dieser ersten öffentlichen Veranstaltung stellen wir die Initiative vor, die Geschichte, die intellektuelle Produktion sowie das textuelle, visuelle und mündliche Gedächtnis des Interkulturellen Zentrums von Cuernavaca (CIDOC) wiederzuentdecken, das in den Jahren 1966 bis 1976 in Mexiko existierte. Diese mythische Institution fungierte als eine Art „alternative Universität“ und war Ursprung von Reflexionen und intellektuellen Produktionen, die die Bildung in Lateinamerika und der Welt für immer veränderten.
Anfang 2020 begannen wir, die Notwendigkeit einer generationenübergreifenden Initiative zur Wiederentdeckung des Werks von Ivan Illich zu erkennen. Wir dachten an „Wiederentdeckung“ im weitesten Sinne des Wortes, nicht nur an den Zugang, sondern auch daran, das Werk verständlich zu machen und die Navigation durch die komplexen Schichten seines Denkens zu erleichtern. Gemeinsam mit Gustavo Esteva und Franco Augusto begannen wir, die Idee zu skizzieren, offenen, nicht-kommerziellen und kollaborativen Zugang zu allen Werken von Ivan zu ermöglichen, beginnend mit den Originaltexten. Zu Beginn nannten wir dieses Vorhaben informell „Illichs Archiv“.