Acervus

Interkulturelles Dokumentationszentrum von Cuernavaca (CIDOC): Seine Vergangenheit wiederentdecken, um unsere Gegenwart zu transformieren

In dieser ersten öffentlichen Veranstaltung stellen wir die Initiative vor, die Geschichte, die intellektuelle Produktion sowie das textuelle, visuelle und mündliche Gedächtnis des Interkulturellen Zentrums von Cuernavaca (CIDOC) wiederzuentdecken, das in den Jahren 1966 bis 1976 in Mexiko existierte. Diese mythische Institution fungierte als eine Art „alternative Universität“ und war Ursprung von Reflexionen und intellektuellen Produktionen, die die Bildung in Lateinamerika und der Welt für immer veränderten.

Eine Reihe von Dialogen, Debatten und Schriften fand dort statt, an denen Ivan Illich, John Holt, Everett Reimer, Paul Goodman, Paulo Freire und viele andere Theoretiker der Bildung und des sozialen Wandels beteiligt waren. Das CIDOC hatte zu seiner Zeit einen entscheidenden Einfluss, und seine Auswirkungen sind bis heute stark spürbar – auf Weisen, die wir erst jetzt zu verstehen beginnen. Es war die Wiege einer Reihe revolutionärer Ideen, die heute, im globalen Kontext der sogenannten „Post-Pandemie“, eine ungewöhnliche Relevanz erlangen: Unschooling; Bildung ohne Schule; Befreiungspädagogik; Degrowth; Grenzen des Wachstums; Ökosozialismus; Kritik an der institutionalisierten Medizin; Deprofessionalisierung; aneignungsfähige Technologien; Open Source; die Hackerbewegung; Dekolonialität; Konvivialität; und viele andere mehr tragen im CIDOC ihre unverkennbare Ursprungsmarke.

Details

  • Datum und Uhrzeit: Mittwoch, 9. um 16:30 Uhr (UTC)
  • Ort: Virtuell und vor Ort (Unitierra Oaxaca)

Aufzeichnung